Christmas Lettering... oder was ist eigentlich ein Mistelzweig?

Weihnachten ist traditionell.

Ein jeder hat seine eigenen Riten, wie das Weihnachtsfest verbracht wird: Ob Kartoffelsalat zu Heiligabend oder gleich die fette Gans, ob gesungen wird oder spaziert, ob Brettspiele den Abend abschließen oder ein Weihnachtsfilm – jede Familie hat ihre eigene kleine Tradition.


Eine schöner Brauch ist der Mistelzweig. Hängt er über der Tür, müssen die Paare darunter sich küssen – auch das ist Tradition. Es kommt aus einer Zeit, als junge Leute nicht einfach über das Smartphone anbändeln konnten und Mistelzweige zarte Möglichkeiten waren, das andere Geschlecht zu entdecken.


Der immergrüne Beerenzweig wird dabei mit einem Band über dem Türrahmen aufgehängt, zum Beispiel über der Eingangstür. Wenn ein Mädchen nun einem jungen Mann unter dem Mistelzweig begegnet, muss es geküsst werden – das besagt die Tradition! Anderenfalls könnte es passieren, dass das Mädchen auch im nächsten Jahr noch ledig bleibt …


So stehen Mistelzweige als Symbol für tausende klopfende Herzen. Grund genug, dass ich mich für das Lettering "holiday hugs and mistletoe kisses" entschieden habe.

In den Spruch kann man ja alles mögliche rein interpretieren. Aber vor meinem geistigen Auge besuchen sich Familien zu den Feiertagen um gemeinsam zwischen dem ganzen Alltagstrubel endlich gemeinsam Zeit zu verbringen oder es verabreden sich zwei junge Menschen bewusst unter dem Mistelzweig, um ihren ersten Kuss nicht dem Zufall zu überlassen.



Allerdings ist ein Mistelzweig gar nicht so einfach aufzutreiben. Nach vier Blumenläden habe ich meine Suche aufgegeben und habe auf die Kunstvariante zurückgegriffen.


Handlettering


„holiday hugs and mistletoe kisses“


Papier: seawhite of brighton; 140 gsm; schwarz; Sketchbook 210 x 297mm


Stift: uniball Pigment ink in weiß


Blume: Mistelzweig; aber die künstliche Variante




Das Gewächs hat aber in der echten Variante wohl auch Schattenseiten.

So schreibt die Zeit zum Beispiel über den Mistelzweig: „Der Halbparasit ist in den Kronen von Laubbäumen zu finden und raubt den Bäumen Wasser und Nährstoffe, indem er seine Wurzeln in die Wasserkanäle der Bäume schiebt. Allein Photosynthese, die Erzeugung chemischer Energie mithilfe des Sonnenlichts, betreibt er selbst.“


Nun denn, auf meinem Flatlay wirkt der Kunstzweig dafür ganz passabel.

Da die Mistel sehr langsam wächst, sind dekorative Mistelkronen meistens zwischen acht und zehn Jahren alt. Diese Zeit konnte ich mir glücklicherweise ersparen :)


Aufhängen konnte ich einen echten Mistelzweig also bisher noch nicht, einen Kuss habe ich mir aber dennoch abgeholt – mein Mann meint, es ginge zur Not ja auch ohne :)



Eure Fili




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